Wie Sie Gefahrstoffe im Arbeitsumfeld vermeiden

Die betriebliche Sicherheit ist das Fundament jeder Prozessstruktur. Gefahrstoffe können der betrieblichen Sicherheit schaden und sich negativ auf die Produktqualität auswirken. Im schlimmsten Fall gefährden Sie sogar die Gesundheit der Mitarbeiter. Die gesetzlichen Arbeitsschutzauflagen an jedem Arbeitsplatz vollständig zu erfüllen, stellt für Betreibe in der Realität jedoch häufig eine große Herausforderung dar. Schließlich müssen Gefährdungspotenziale erst einmal aufgedeckt werden, um sie danach systematisch zu eliminieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter bestmöglich schützen können.

Was sind Gefahrstoffe eigentlich?

Bei Gefahrstoffen handelt es sich um chemische Stoffe und Gemische, die z. B. im gasförmigen, flüssigen oder festen Zustand explosionsgefährlich, brandfördernd oder entzündbar sein können und zum Teil zusätzlich die Gesundheit oder die Umwelt schädigen. Dass Lösemittel Dämpfe bilden, die eine explosionsfähige Atmosphäre produzieren können und eingeatmet die Gesundheit schädigen, ist allgemein bekannt. Aber auch andere Stoffe wie Stäube, die bei der Holz- oder Metallbearbeitung entstehen, sind als Gefahrstoffe zu betrachten. Daher ist die Ermittlung und Beurteilung der Gefährdung sowie Festlegung von Schutzmaßnahmen nicht immer einfach.

Drei Schritte zur Risikovermeidung von Gefahrstoffen

Bevor eine Gefährdung am Arbeitsplatz gebannt werden kann, muss sie erst als solche erkannt werden. Die gesetzlichen Vorgaben im Umfeld der Arbeitssicherheit sind oft komplex, aber unerlässlich für den Schutz von Mensch und Umwelt. Deshalb sollten Sie folgende drei Schritte von Fachkundigen durchführen lassen.

Um Gefahrstoffe zu vermeiden, gehen Experten in drei Schritten vor:

  1. Gefährdungen hinsichtlich der (Brand-/Ex,) inhalativen und dermalen Gefahren beurteilen,
  2. Gefahrstoffmessungen durchführen,
  3. Maßnahmen zur Eliminierung von Gefahrstoffen bzw. deren Auswirkungen empfehlen.

Messung und Gefährdungsbeurteilung von Gefahrstoffen

Die Gefahrstoffmessung muss von Fachkundigen, vorzugsweise einer akkreditierten Messstelle unter Berücksichtigung der aktualisierten Gefahrstoff- und Arbeitsstoffverzeichnisse vorgenommen werden. Die autorisierten Mitarbeiter der Messstelle ermitteln die Gefahrstoffe und bewerten deren Konzentration in der Luft.

Gefahrstoffmessung
Gefahrstoffmessungen am Arbeitsplatz. 

Eine fachkundige Beratung ermöglicht es Ihnen, Lösungen zur langfristigen Vermeidung der schädlichen Auswirkungen von Gefahrstoffen durchzusetzen. 

Wie Sie Gefahrstoffe in der Praxis richtig beurteilen, lesen Sie in diesem Blogbeitrag!

Gefahrstoffe sicher verarbeiten

In vielen Betrieben existiert keine umfangreiche Expertise zur Einstufung, Kennzeichnung und Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Das beutet: Es besteht dringender Handlungsbedarf!
Ihre Ziele sollten stets lauten:

  • Gesetzliche Auflagen zur betrieblichen Sicherheit einhalten
  • Gesundheitsgefahren erkennen und beseitigen
  • Produktivität aufrechterhalten

Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn die Arbeitsverfahren und die Tätigkeiten mit Gefahrstoffen möglichst sicher gestaltet werden. Hier ist ein fundiertes Prozessverständnis dringend notwendig und erleichtert die Wahl der richtigen Maßnahmen. Zuallererst sollten Sie aber ermitteln, welche Produkte überhaupt Gefahrstoffe enthalten. Oft gibt es Ersatzprodukte, die weniger oder keine Gefahrstoffe enthalten und zudem keine Auswirkungen auf die Qualität haben.

Wenn es keinen ungefährlicheren Ersatzstoff gibt, müssen die Beschäftigten jährlich mündlich zu den Tätigkeiten mit Gefahrstoffen anhand von Betriebsanweisungen unterwiesen sein.

Vermeidung von Gefahrstoffen: Ergebnisorientiert zum sicheren Betrieb

Maßnahmen zur Minimierung oder Vermeidung von Gefahrstoffen können den entscheidenden Unterschied machen. Eine fachgerechte Umsetzung sorgt für geringe Krankenstände, vollständige Erfüllung der gesetzlichen Arbeitsschutzauflagen, insgesamt verbesserte Produktivität sowie ein sicheres Image als Arbeitsgeber in der Öffentlichkeit.

Lassen sich Gefahrstoffe im Betrieb nicht vermeiden, müssen sie auf jeden Fall kenntlich gemacht werden. Eine korrekte Kennzeichnung von Behälter, Rohrleitungen und auch Abfällen ist unerlässlich. Daneben müssen auch bei der Lagerung der Gefahrstoffe deren Eigenschaften berücksichtigt werden.

Damit sind Sie auf der sicheren Seite:

  • Gesetzeskonformität durch aktiven Gesundheitsschutz und Verfügbarkeit gerichtsfester Daten
  • Kompetente Beratung durch langjährige erfahrene Partner
  • Vertretung der Berichte vor Gericht, bei den Aufsichtsbehörden oder in Audits

Branchenspezifische vs. branchenübergreifende Expertise – Was ist wichtig?

Antwort: Beides. Branchenspezifisches Prozessverständnis wird benötigt, um Risiken im Prozess und am Menschen zu identifizieren und messen. Mit branchenübergreifender Fachexpertise können vielfältige Maßnahmen empfohlen werden. Nur die unabhängige Beurteilung von Gesundheitsgefahren durch chemische Stoffe oder Stäube am Arbeitsplatz erfasst alle Konsequenzen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben.

Der Schutz von Mensch und Umwelt hat höchste Priorität! Wenn Sie die Gefahrstoffbeurteilung an ein externes, unabhängiges Team von Gefahrstoffexperten vergeben, erhöht das die Vertrauenswürdigkeit in den Augen der Öffentlichkeit enorm. Positiver Nebeneffekt: Sie können sich auf Ihr Kerngeschäft fokussieren.

Gefahrstoffe lassen sich auf ein Minimum reduzieren, aber fast nie gänzlich vermeiden. Hier ist der richtige Umgang mit Gefahrstoffen gefragt! Mit unserer Gratis-Checkliste "10 Fragen, die Sie sich bezüglich des Einsatzes von Gefahrstoffen in Ihrem Unternehmen stellen sollten" wissen Sie stets, was zu tun ist, um die Betriebssicherheit langfristig zu gewährleisten. 

Infraserv Gefahrstoff Checkliste

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